Bevor ich mich hingesetzt habe, um Euch diese Notiz zu schreiben,
habe ich eine Kerze und ein Räucherstäbchen angezündet und die letzten, langsam verblühenden
Rosenblätter aus meinem Garten zu Füßen meiner Saraswati-Statue verteilt, der Göttin der Kunst und Kreativität.
Ich habe eine Puja kreiert.

Puja ist ein kleines Ritual der Hingabe. Mir gefällt die Vorstellung,
diese kleinen „Schönheitsfächer“ in meinen Tag einzubauen.
Eine Oase für die weibliche Seele.

Diejenigen von Euch, die mit Arjuna und mir im Deeper-Love-Retreat waren, kennen die Pärchen-Puja. Ja,
Ihr könnt solche kleinen Rituale der Hingabe auch für Euren Partner kreieren (auch, wenn Euer Partner jetzt noch nicht
in Eurem Leben ist, könnt Ihr Puja zelebrieren).

Puja kann ein schöner Weg sein, einem Wechsel mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Zwischen den Jahreszeiten,
zwischen Arbeit und Freizeit, Anfang und
Ende.
Während Du Deinen Morgentee trinkst, entzünde eine Kerze, sprich ein Gebet.
Wenn Du von der Arbeit nach Hause kommst oder auch zum Ende der Woche – zünde Dir ein duftendes Räucherstäbchen an,
nimm ein warmes Bad, tanze, dehne Deinen Körper, bete, während die Sonne langsam untergeht.
Nur ein paar Minuten lassen Wurzeln in die Unendlichkeit wachsen.

Mit Übung und Hingabe wird Puja ein Weg, Dein Leben zu leben. In der Shakti-Tradition, aus der unsere
Awakening-Women-Übungen erwachsen sind, ist es
unser Ziel, Puja zu leben.

Dieser Atemzug ist mein Geschenk.
So, wie ich hier sitze, ist das meine Asana, meine Körperhaltung.
Meine Gedanken und Worte sind die Rosenblätter, die ich dem Leben schenke. Meine Gefühle sind der Duft der Räucherstäbchen,
das feine Zittern in meinem Körper ist mein Tanz.

Ich gebe es alles hin.
Einfach so.
Es ist alles, was ich habe.

In Liebe,

Chameli