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Yogini Weisheit

Es ist völlig natürlich, sich in Richtung Frieden und weg von Gewalt zu bewegen; ein solcher Instinkt ist unschuldig, wie eine Blume sich in Richtung Sonnenlicht bewegt, in Richtung des Gesunden und Nährenden. Eine Blume analysiert nicht, ob sie in der Dunkelheit bleiben oder sich in Richtung Sonne bewegen soll; sie tut es einfach. Die Blume schafft weder eine konzeptuelle Trennung zwischen Licht und Dunkelheit, noch leugnet sie die Existenz der Dunkelheit oder macht sich Sorgen, sich dem Licht hinzugeben. Du brauchst keine gespaltenen oder starren Krämpfe in der fließenden Natur des Universums zu schaffen, um dich mit der natürlichen Bewegung zum Frieden auszurichten.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Der Weg der Göttin ist nicht auf ein Ziel in der Zukunft oder eine Art von statischen Zustand der Vollkommenheit ausgerichtet.
Je tiefer wir erwachen und vom Karussell springen, um nach bestimmten Zuständen zu greifen und anderen zu widerstehen, desto tiefer tauchen wir in das Leben selbst ein und erkennen, dass nichts statisch ist. Die Shakti-Energie verändert sich ständig. In der Ausrichtung auf diesen Fluss finden wir Frieden, eine Freiheit, die nicht von irgendwelchen Umständen oder Gefühlen abhängig ist.
Wir haben Zugang zu einer Freiheit, die immer hier ist.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Wir denken, dass, wenn wir unsere starre Haltung gegenüber jemanden oder gegenüber einer Sache loslassen, es bedeutet, dass wir aufgeben, dass wir unsere Macht verlieren. Wir glauben, dass sich nichts ändern wird, wenn wir unsere duale Sichtweise aufgeben und uns tiefer bewegen als unsere Ansichten des richtig oder falsch. Aber durch die Bereitschaft, tiefer als die Dualität zu gehen, erschließen wir uns eine aktive Kraft, die gleiche kreative Kraft, die die Planeten bewegt und alle Dinge in dieser sich ständig verändernden Welt erschafft.

Der einzige Ort, an dem echte Veränderung – eine Veränderung, die uns befreit – stattfinden kann, ist diese tiefere, breitere Präsenz dessen, wer du wirklich bist.

Wenn wir mit der Gegenwart verbunden sind, sind wir eher in der Lage, klare Grenzen zu setzen oder uns vorsichtig von einer verletzenden Situation zu lösen.

Hier fühlen wir immernoch mit der Welt: Wir können vor Schmerz und Qual brüllen und all die Gefühle spüren, die gefühlt werden müssen, und wir können bei Bedarf unsere Stimme einbringen. Wir sind nicht in einem passiven oder distanzierten Zustand; wir sind in Kontakt mit einer reinen, ungefilterten Intelligenz. Hier, eingetaucht in das vergängliche Reich der Verkörperung, erkennst du das ewige und grenzenlose Bewusstsein, aus dem alles besteht.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Die Göttin ist näher als dein eigener Atemzug.
Sie ist eine schwingende Realität, die alles durchdringt, was ist.
 
Endlos Form annehmend und sich auflösend,
wird Sie als Gedanken und Gefühle erlebt,
als die kosmische Bibliothek, die deine DNA ist,
als der Atem, der dich erhält,
als die Moleküle und Zellen,
die das Universum deines Körpers bilden.
 
Göttinnen Sadhana ist eine lebendige, atmende Intimität mit deiner Erfahrung. Genau hier. In diesem Augenblick.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Die rohe Energie, die als Gewalt ausgedrückt werden kann und schreckliche Folgen mit sich bringt, ist nicht von Natur aus negativ: Sie ist einfach Energie, und das, was wir mit ihr machen, erzeugt die negative Erfahrung.

Statt diese Energie wegzustoßen und eine Spaltung in uns selbst zu schaffen, erkennen wir mit etwas Übung an, dass die Energie, die Gewalt erzeugt, nicht “da draußen” ist. Sie ist vielmehr in uns selbst.

Wir bringen sie ins Bewusstsein und entdecken, dass in dem Gefühl, das wir so sehr zu vermeiden suchten, viel Shakti und transformative Kraft zur Verfügung steht. Und mit Gegenwärtigkeit können wir diese Energie zu einer Kraft der Heilung und Erleichterung verfeinern.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Es wird einen Punkt geben auf unserer Reise des Erwachens, an dem wir unsere Techniken und Bemühungen loslassen und uns hingeben. Hingabe ist nicht gleichbedeutend mit Aufgeben; in der spirituellen Praxis bedeutet dies, dass sich unser Bewusstsein wegbewegt vom kleinen Selbst, das alles” tut”, so dass eine größere Intelligenz das Steuer übernehmen kann.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Auf dieser spirituellen Reise kann es uns leicht passieren, in der Polarität von Dunkelheit und Licht stecken zu bleiben. Wir denken, dass es ein Entweder-Oder ist; dass wir uns entscheiden müssen.
Einige von uns werden süchtig nach der sogenannten Dunkelheit. Wir werden süchtig nach unseren Wunden und unserer Kleinheit, und es ist fast so, als ob wir denken, dass es authentischer ist, unsere Schwächen zu teilen. Wir sind besessen von unserer persönlichen Heilungsreise und unsere Energie fließt in das Hamsterrad der endlosen Aufarbeitung.
Auf der anderen Seite können wir auch süchtig danach werden, nur Licht zu sein. Es gibt viele spirituelle Theorien, die uns sagen, dass wir nicht einmal in die Dunkelheit schauen sollten; wir sollten einfach positiv denken.
Diese Entweder-oder-Sichtweise ist an sich schon eine Ursache des Leidens. Sie gibt uns das Gefühl, fragmentiert und von der paradoxen Natur der Göttin getrennt zu sein. An der Kreuzung, wo sich Dunkelheit und Licht treffen, finden wir das Tor zu ihr.
 
~ Chameli Ardagh

 

Unsere europäischen Wurzeln der Göttin

Ich schreibe dir an einem regnerischen Tag hier im Himalaya, weil ich dir ein wenig über die Inspiration für die Lebendige Göttin Sadhana erzählen will.

In unserer kommenden Sadhana teile ich mit euch Geschichten aus meinem nordischen Erbe, die uns als innere Karten des spirituellen Erwachens dienen werden. Diese Geschichten teilen ihre Wurzeln mit deutschen und nordeuropäischen Abstammungslinien und Mythen. Wie üblich werden wir tiefer tauchen als die spätere patriarchalische Form, die diese tiefen mystischen Lehren gestohlen hat. Wir werden zwischen den Zeilen lesen, um die darin verborgenen Perlen zu entdecken. Continue reading →

Yogini Weisheit

Bleib präsent in dem Unbehagen, des nicht Wissens.
In den Fragen selbst gibt es eine Öffnung, eine Tür,
die dich hinein in tiefere Weisheit führen kann.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Wenn wir uns über den alten, starren patriarchalischen Weg hinaus bewegen und beginnen, einen fließenderen, flüssigen, weiblicheren Bereich zu erschließen; den freien Fluss von Gefühlen, Empfindungen, Energie und Intuition, können wir leicht von endlosen Impulsen beeinflusst werden, die uns nicht in die Tiefe führen, von der wir in unseren Herzen wissen, dass diese möglich ist. Aufgrund einer Überdosis an Struktur, widersetzen wir uns jeder Disziplin und finden es schwer, die Vision, die wir tragen, zu verwirklichen und zu manifestieren.

Das Symbol von Vishnu und Lakshmi zusammen ist ein mächtiger Shakti-Schlüssel. Vishnu ist das Ufer deines eigenen Bewusstseins: diese Fähigkeit, bei etwas zu bleiben, mit Engagement und Konzentration. Er arbeitet mit Lakshmi zusammen, um Fülle zu schaffen und zu erhalten und Shree, den köstlichen Nektar des Lebens, zu nähren.

Vishnu ist ein Aspekt deiner selbst; er spiegelt die Bedeutung und Schönheit der Ufer für unseren Shakti-Fluss wider.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Wie lebendig gestattest du dir, im Moment zu sein?
Achte auf die Empfindungen in deinem Körper.
Atme und gib ihnen Raum.
Spüre den Energiefluss in deinem Körper, und zwar genau dann, wenn du denkst:
“Oh, das ist genug,” atme weiter und lasse diesen Grenze weicher werden.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Mein Gebet ist, dass wir nie wieder auf unseren Körper, auf den Abwasch, auf den Boden oder die Rechnungen schauen und dabei denken werden, dass dies “nur das normale Leben” ist.

Alles hier auf der Erde ist ein Wunder – dass all das überhaupt existiert, sich auf diesem Planeten selbst zum Ausdruck bringt, sich gerade im unendlichen Raum drehend. Wie kannst du behaupten, dass irgendetwas davon alltäglich ist?

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Gehe nicht über die Pause hinweg. Gehe nicht über den leeren Raum hinweg, die negativen Räumen. Wir neigen dazu, uns immer wieder auf Gegenstände zu konzentrieren, aber was ist mit dem Raum zwischen den Gegenständen? Wir konzentrieren uns auf die Gedanken, aber was ist mit dem Raum zwischen den Gedanken? Oder der Stille zwischen den Klängen? Gehe nicht über den Raum hinweg, die Pause, die Lücke zwischen dem Einatmen und dem Ausatmen. Dort ist eine Öffnung. Achte darauf. Genau dort gießt Lakshmi Ihre Fülle aus.

~ Chameli Ardagh

 

Yogini Weisheit

Das göttlich Weibliche nimmt viele Formen an. Sie lockert die Vorstellung, dass das erwachte Bewusstsein auf eine bestimmte Art aussehen soll. Die himmlische Galerie der Göttinnen ist wie ein Spiegel, in dem wir Aspekte unserer selbst erkennen und zurückerobern, die wir gelernt hatten abzulehnen oder als Problem anzusehen, als unheilig. Der Shakti Pfad bietet uns eine radikal umfassende Landkarte an, wo alles vom ausgedehntesten Kosmos zur dichtesten Erde die Göttin ist.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Sadhana ist wie ein Trommelschlag: Sie schafft eine Struktur, in die du deinen Körper hinein hängen lassen kannst und ihm gestatten kannst, dich zu bewegen. Sie ist ein beweglicher, fließender Rahmen. Deine Loyalität gilt dem, wie Sie dich bewegt. Du bist die lebendige, atmende Landschaft der Mythen, die wir studieren und diese Landschaft wandelt sich ständig. Wir ehren uralte Traditionen und lernen von ihnen und dennoch sind wir absolut loyal gegenüber der Präsenz. Wir machen aus den Traditionen und Mythen keine fixierten Dogmen, Schubladen und Ideale, in die wir sie reinquetschen müssen. Wir schlagen unsere Wurzeln in der Landschaft, auf die diese Mythen und Traditionen hinweisen; diesem lebendigen, atmenden Fluß der Evolution, der wir sind.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Lenke deinen Fokus in deinen Körper; entspanne dich in den Rhythmus deines Atems.

Allein dadurch, dass du dein Gewahrsein lenkst, kann dein Atem etwas tiefer in deinen Körper eindringen,

so als würdest du eine innere Umarmung zwischen dem Atem und deinem Becken öffnen,

die den Atem wie einen loyalen Geliebten willkommen heißt.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Shiva symbolisiert einen Teil unseres Bewusstseins, der immer wach ist, immer hier. Er ist reine Präsenz.

Ohne die Erkenntnis unseres Shiva Bewusstseins sind wir zwar in der materiellen Erfahrung —aber wir sind darin wie im Schlaf. Ohne Präsenz gibt es keine Gelegenheit unser inneres Yoga zu machen; es gibt keine Gelegenheit des bewussten Wählens. Es gibt ein Gefühl, dass “mir das Leben widerfährt und ich sein Opfer bin; ich muss das tun, was alle anderen sagen. In meinem Leben muss es darum gehen, etwas zu beweisen.” Präsenz öffnet diesen riesigen Raum und die Gelegenheit der Wahl. Präsenz ist Freiheit.

~ Chameli Ardagh

 

Yogini Weisheit

Wir machen spirituelle Praxis, um uns selbst aus dem Weg zu gehen, um das Starre und die automatischen Gewohnheiten loszulassen und durchlässig zu werden, weich genug, so dass die unaussprechliche Essenz uns durchdringen kann. Es ist so als würde die Göttin sich durch jede hindurch pressen, die dazu bereit ist.

Es ist nicht immer schön und es fühlt sich nicht immer gut an. Es sieht nicht immer “erleuchtet” oder “göttinnenhaft” aus und dennoch können wir alle spüren, wenn etwas Authentisches durchkommt. Wir brauchen keine weiteren Plastikausgaben der perfekten Frau; wonach wir dürsten ist die rohe, magische Medizin des Wahrhaftigen.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Würdig, unwürdig, würdig, unwürdig—diese Worte sind absolut belanglos. Du bist am Leben; ich bin am Leben; und da gibt es zig Millionen Zellen, die in perfekter Orchestrierung zusammenarbeiten, dein Leben hervorbringen, deinen Körper.

Ja, du kannst Zweifel hegen, zittrige Beine haben, Unsicherheiten und nagende Stimmen in deinem Kopf. Aber Iccha Shakti—die Macht der Selbstverpflichtung zu dem, wofür du hier bist zu leben, wird dich durch all das hindurch tragen, es ist viel kraftvoller als diese flüchtigen Gefühle des Wertseins oder der Wertlosigkeit. Schlage deine Wurzeln da, wo die Kraft sitzt.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Experimentiere damit, nur für einen Augenblick, einfach präsent zu bleiben mit der gefühlten Empfindung deiner Erfahrung. Du nimmst möglicherweise einen Drang wahr, dies als Gedanken oder Gefühle zu benennen, es alles fein säuberlich in Schubladen zu stecken. Wir tun das den ganzen Tag. Aber jetzt entspanne all das einmal und atme einfach und verweile bei den gefühlten Empfindungen, wie sich dieser Augenblick in deinem Körper jetzt gerade ausdrückt.

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