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Das Leben als Sadhana leben

Als ich letzte Woche von einem Retreat nach Hause flog, sann ich über die Kraft unserer Gemeinschaft nach und was es bedeutet, mit einer gemeinsamen Absicht zur Praxis zusammen zu kommen, was es bedeutet, das Leben als eine Sadhana zu leben, was es bedeutet den Platz als Yogini einzunehmen.
Auf diesem Pfad gibt es kein Versprechen auf ein perfektes Happy End, das Leben ist voll von Ruhm und Versagen (und manchmal glorreichem Versagen), voll von Schmerz und Schönheit, unerträglichem Leiden, Alltäglichkeit, Herausforderungen und Gnade.

Leben….geschieht….heilig.

Unsere Plätze als Yoginis in diesem Leben einzunehmen, bedeutet aus meiner Sicht, eine Aufgabe anzunehmen.
Wir verpflichten uns, diejenigen zu sein, die den Kreislauf von automatischer Reaktion und Schmerz durchbrechen. Wir verpflichten uns, „unser Yoga zu machen“; was für mich bedeutet, uns bewusst auf unsere Erfahrungen einzulassen, Verantwortung für das zu übernehmen, was wir in die Welt hinein geben, innezuhalten und zu atmen und die Klebrigkeit vom unermesslichen Raum der Gegenwärtigkeit umarmen zu lassen, und in dieser Bereitschaft werden wir zu einem frischen Wind, zu einer Öffnung in der Enge dieses menschlichen Dramas.
Die Öffnung zu der wir werden, kommt Allen zugute. Unsere Leben haben eine Bedeutung über unsere eigene Seifenoper hinaus.

Ich fühle mich ungemein berührt, wenn ich in die tausende von Schwestern hineinfühle, die weltweit im Kreise sitzen und praktizieren. Wieder und wieder die Sucht nach dem beschränkten Kreislauf von Vorwurf und Drama lösend, wieder und wieder und immer wieder uns selbst ausrichtend auf die unendliche Weisheit unserer Herzen,
die uns in diesem Leben geschenkt wurde….und dies nicht als etwas Selbstverständliches zu sehen.
Die Krone tragen mit äußerster Demut und Ehrerbietung. Zum Wohle aller.

Und ja, auf diesem Weg wird alles an die Oberfläche steigen, das ist es, wozu wir uns angemeldet haben, nämlich das Portal zu sein, durch welches die verbannten Anteile unserer kollektiven Suppe durch Praxis in das Licht der Bewusstheit integriert werden können.
Manchmal ist es keine leichte Aufgabe, aber wir haben Schwestern um uns herum, wir sind nicht alleine. Und selbst wenn wir tausendmal stolpern und hinfallen, können wir uns in jedem Moment selbst verzeihen und uns erinnern wer wir sind und wofür wir hier sind.

Wir lernen, uns selbst zu vergeben hunderttausend Mal und immer wieder.
Ich bin da für dich und ich weiß, du bist da für mich. Aus meiner Sicht ist der beste Weg wie du mich unterstützen kannst, nie zu vergessen, wer ich bin und aus welcher enormen Intelligenz ich gemacht bin, und der beste mir bekannte Weg, um dich zu unterstützen, ist dasselbe für dich zu tun.
Nie damit aufzuhören, die Großartigkeit zu sehen, aus der du gemacht bist, darauf zu bestehen, wieviel Kraft und Schönheit du in deinem Herzen trägst. Dich daran zu erinnern, dass du eine Yogini bist.

Und dann atmen wir tief ein, und wir nehmen die Werkzeuge zur Hand,
die uns gereicht wurden, und wir „machen unser Yoga.“

Welch ein Leben.
Welch eine Ehre.

Mit unendlicher Dankbarkeit und Ehrfurcht,

Ich verneige mich
Chameli Ardagh