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Yogini Weisheit

Die Verpflichtung zur Sadhana, zur spirituellen Praxis, schafft einen sicheren Rahmen, in dem wir alle aufkommenden Schichten auf dem Weg zu einer tieferen Intimität mit uns selbst und dem Leben erkunden können. All das Zeug, all die Zweifel und Ängste, all die Male, in denen wir aufhören wollen – der Rahmen der Verpflichtung wird uns durchbringen. Engagement kann uns zu Ebenen der Liebe führen, von denen wir nicht einmal wussten, dass sie zur Auswahl stehen.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Wir weben radikales Mitgefühl aus dem Weggeworfenen, dem Vergessenen, dem Verborgenen, dem Unerträglichen, dem Starren, dem Plastik, dem Peinlichen; Fäden unserer zerbrechlichen Menschlichkeit. Wenn du atmest, in und durch diese heilige, einfache, sinnliche Erde – deinen Körper – zu ihrem Herzschlag von Tod und Unendlichkeit tanzt, oh, Geliebte, entfesselst du die Medizin der Göttin in die Welt.

~ Chameli Ardagh

 

Yogini Weisheit

Unsere Reise des Erwachens ist eine kollektive Reise. Obwohl wir in einer Welt mit unglaublicher Vielfalt und Unterschieden auf der Oberfläche der Dinge leben, entdecken wir bei genauerem Hinsehen, dass es nichts gibt, was uns wirklich von anderen unterscheidet, außer unseren eigenen Ideen. Und diese Ideen sind nicht einmal unsere eigenen. Sie sind ausgeliehen; sie wurden uns übergeben.

Die Verwurzelung in dieser größeren Perspektive eröffnet eine freudige Verantwortung – keine Last -, unseren Teil dazu beizutragen, in unserer kleinen Welt, in unserer Ecke des Universums. Zum Wohle aller.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Gehe nicht über die Pause hinweg. Übersieh nicht den leeren Raum, die negativen Räume. Wir neigen dazu, uns nur auf Objekte zu konzentrieren, aber was ist mit dem Raum zwischen den Objekten? Wir konzentrieren uns auf Gedanken, aber was ist mit dem Raum zwischen den Gedanken? Oder die Stille zwischen den Klängen? Übersieh nicht den Raum, die Pause, den Abstand zwischen dem Ein- und Ausatmen. Es gibt eine Öffnung. Achte darauf. Hier gießt Lakshmi Ihr Amrita, das Elixier des Lebens, hinein.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Wenn wir die Mythologie erforschen, erforschen wir Karten, die nicht nur die Verbindungen zwischen der gesehenen und der unsichtbaren Welt beschreiben und veranschaulichen, sondern auch diese Verbindungen herstellen. Beide sind wahr. Genau wie in der Kunst. Manchmal sprechen wir über Kunst, als ob sie die Realität illustriert, aber Kunst schafft auch unsere Realität. Genau wie Mythen.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Wir suchen so leicht nach dem Göttlichen in Büchern, Theorien, Systemen und Schritten. Genau hier in diesem Atemzug gibt es eine tiefe Intimität zwischen dir und dem Geist, die sich danach sehnt, gesehen, anerkannt und geschätzt zu werden. Im Frauenkreis gestalten wir einen Ort, an dem diese intime, direkte Erfahrung der Göttin erkannt und erforscht werden kann. Es ist revolutionär, wenn eine Frau beginnt, ihrer eigenen Erfahrung des Geistes zu vertrauen.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Liebe Freundin,

Wie geht es deinem Körper?

Nimm dir einen Moment Zeit, um dein Bewusstsein in den Körper zu bringen. Spüre die Rhythmen, die Empfindungen und die Atmosphäre im Inneren.

Vielleicht sind Emotionen da, vielleicht Müdigkeit, Aufregung. Vielleicht gibt es viele sich drehende Gedanken. Achte darauf, wie sich das im Körper anfühlt.

Vielleicht kannst du spüren, wie Bewusstsein und Präsenz ein Raum sind, wie ein Raum ohne Wände. In Präsenz hat die Energie in deinem Körper mehr Raum zum Fließen. Sie kann aufsteigen, Gestalt annehmen, sich auflösen, verändern und transformieren, so wie es sein soll.

Ohne etwas an deiner Erfahrung jetzt gerade ändern zu müssen, schaue, ob du mit deinem Atem und deinem Bewusstsein dem, was für dich gerade da ist, Raum geben kannst.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Das Symbol des Netzes weist uns auf einen bestimmten Aspekt des Bewusstseins hin: ein vernetztes Bewusstsein oder eine vernetzte Vision.
Eine vernetzte Sicht zu haben, bedeutet, dein Leben in einem größeren Kontext zu sehen. Dabei geht es nicht darum, unsere Gefühle oder unsere Erfahrung im Moment zu umgehen, sondern alles in ein Gesamtbild einzubeziehen.
Erwacht zu dieser multidimensionalen Sichtweise, sind wir uns nicht nur der Blätter bewusst, die in diesem Moment von den Bäumen fallen, sondern auch der wiederkehrenden Muster der Jahreszeiten, der Zyklen und wie dieses Blatt in diesem Moment gerade einzigartig hinab fällt; dieses Blatt ist noch nie zuvor gefallen. Doch das Muster des Blattes sowie das zyklische Muster, das es fallen lässt, die wiederholen sich.
Im Yogini Sadhana lernen wir, mit einer vernetzten Sicht zu sehen. Wir sehen Verbindungen. Wir sehen Muster.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Im Sanskrit ist Karma das Gesetz von Ursache und Wirkung. Es ist die Realität, dass alles, was wir tun, eine Konsequenz hat.
Leela ist das Sanskritwort für Göttliches Spiel. Es ist eine Bewusstseinsqualität, die frei ist: frei von Regeln, frei von Einschränkungen, frei von Gesetzen. Leela ist der Weg der Wunder. Es ist dieser überraschende, mysteriöse Faktor, der gerade die Bühne des Lebens erobert und die ganze Geschichte verändert. Es ist der Bereich der Möglichkeiten.
Karma ist real und Leela ist es ebenso. An der Kreuzung zwischen den beiden begegnen wir einer der stärksten Medizin der Göttin: dem Paradoxon. Paradox ist das Portal für uns ins Erwachen, zum Gebären weiblicher Weisheit.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Reibe die Handflächen für etwa eine Minute aneinander und erzeuge dadurch Wärme. Wenn du bereit bist, bringe deine Hände zu deinem Gesicht und lege sie über deine Augen. Nimm dir einen Moment Zeit zum Atmen und Ausruhen.

Dann schiebe deine Hände nach oben und grabe sanft deine Fingernägel in deine Kopfhaut, so als ob deine Hände über den Kopf zurück bis zum Nacken reichen würden.

Wiederhole dies einige Male. Atme tief durch und lass sich die Energie der Verjüngung im ganzen Körper verteilen.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Was wäre, wenn du aufhören würdest, auf den goldenen Moment in der Zukunft zu warten, in dem du völlig geheilt, vollkommen und erleuchtet sein wirst?
Was wäre, wenn du dich entscheiden würdest, jetzt einfach deine Gaben auf jede erdenkliche Weise zu leben? Tue es mit der Angst. Tue es mit dem Zittern. Krishna sagt in der Bhagavad Gita, dass es besser ist, es zu versäumen, das eigene Dharma zu leben – deine einzigartige Schwingung – als es zu schaffen, das Dharma einer anderen Person zu leben.
~ Chameli Aradagh

Yogini Weisheit

Ein Gebären geht durch die Frauen dieser Zeit: eine neue Stimme, die für unsere Evolution ganz wesentlich ist. Wir sind angehalten, bereit zu sein, im Unbehagen der Stille, des Wartens und des Brauens zu verweilen.
Lasst uns das Vage ehren, die Impulse, die wir noch nicht in Worte fassen können. Lasst uns füreinander den Raum halten in der Unsicherheit, in der Unklarheit, dem Nichtfinden der Worte, dem trockenen Mund, dem Stottern.
Es gibt viel Druck von innen und außen, die Dinge stabil zu machen und vorzeitig auf Definition und Klarheit zu drängen. Solange wir versuchen, unsere Weisheit und unseren Ausdruck in das lineare, rationale Paradigma der Kommunikation einzupassen, werden wir einfach immer wieder das Alte erschaffen und die Welt dieser tieferen Weisheit betrügen, die sich danach sehnt, durch uns auf eine andere Weise zu sprechen.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Erinnere dich daran, dass du in einem Feld mit unendlichen Möglichkeiten lebst – dies ist eine mächtige Sadhana. Erinnere dich immer wieder daran,
dies ist, was ich in diesem Moment sehen kann, aber meine Perspektive ist begrenzt. Dein Gehirn wird weiter nach dem Vertrauten suchen und versuchen, deine Möglichkeiten einzuschränken. Lass deinen Geist offen sein wie eine Blume. Übe dich darin, im Staunen zu bleiben.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Es ist völlig natürlich, sich in Richtung Frieden und weg von Gewalt zu bewegen; ein solcher Instinkt ist unschuldig, wie eine Blume sich in Richtung Sonnenlicht bewegt, in Richtung des Gesunden und Nährenden. Eine Blume analysiert nicht, ob sie in der Dunkelheit bleiben oder sich in Richtung Sonne bewegen soll; sie tut es einfach. Die Blume schafft weder eine konzeptuelle Trennung zwischen Licht und Dunkelheit, noch leugnet sie die Existenz der Dunkelheit oder macht sich Sorgen, sich dem Licht hinzugeben. Du brauchst keine gespaltenen oder starren Krämpfe in der fließenden Natur des Universums zu schaffen, um dich mit der natürlichen Bewegung zum Frieden auszurichten.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Der Weg der Göttin ist nicht auf ein Ziel in der Zukunft oder eine Art von statischen Zustand der Vollkommenheit ausgerichtet.
Je tiefer wir erwachen und vom Karussell springen, um nach bestimmten Zuständen zu greifen und anderen zu widerstehen, desto tiefer tauchen wir in das Leben selbst ein und erkennen, dass nichts statisch ist. Die Shakti-Energie verändert sich ständig. In der Ausrichtung auf diesen Fluss finden wir Frieden, eine Freiheit, die nicht von irgendwelchen Umständen oder Gefühlen abhängig ist.
Wir haben Zugang zu einer Freiheit, die immer hier ist.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Wir denken, dass, wenn wir unsere starre Haltung gegenüber jemanden oder gegenüber einer Sache loslassen, es bedeutet, dass wir aufgeben, dass wir unsere Macht verlieren. Wir glauben, dass sich nichts ändern wird, wenn wir unsere duale Sichtweise aufgeben und uns tiefer bewegen als unsere Ansichten des richtig oder falsch. Aber durch die Bereitschaft, tiefer als die Dualität zu gehen, erschließen wir uns eine aktive Kraft, die gleiche kreative Kraft, die die Planeten bewegt und alle Dinge in dieser sich ständig verändernden Welt erschafft.

Der einzige Ort, an dem echte Veränderung – eine Veränderung, die uns befreit – stattfinden kann, ist diese tiefere, breitere Präsenz dessen, wer du wirklich bist.

Wenn wir mit der Gegenwart verbunden sind, sind wir eher in der Lage, klare Grenzen zu setzen oder uns vorsichtig von einer verletzenden Situation zu lösen.

Hier fühlen wir immernoch mit der Welt: Wir können vor Schmerz und Qual brüllen und all die Gefühle spüren, die gefühlt werden müssen, und wir können bei Bedarf unsere Stimme einbringen. Wir sind nicht in einem passiven oder distanzierten Zustand; wir sind in Kontakt mit einer reinen, ungefilterten Intelligenz. Hier, eingetaucht in das vergängliche Reich der Verkörperung, erkennst du das ewige und grenzenlose Bewusstsein, aus dem alles besteht.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Die Göttin ist näher als dein eigener Atemzug.
Sie ist eine schwingende Realität, die alles durchdringt, was ist.
 
Endlos Form annehmend und sich auflösend,
wird Sie als Gedanken und Gefühle erlebt,
als die kosmische Bibliothek, die deine DNA ist,
als der Atem, der dich erhält,
als die Moleküle und Zellen,
die das Universum deines Körpers bilden.
 
Göttinnen Sadhana ist eine lebendige, atmende Intimität mit deiner Erfahrung. Genau hier. In diesem Augenblick.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Die rohe Energie, die als Gewalt ausgedrückt werden kann und schreckliche Folgen mit sich bringt, ist nicht von Natur aus negativ: Sie ist einfach Energie, und das, was wir mit ihr machen, erzeugt die negative Erfahrung.

Statt diese Energie wegzustoßen und eine Spaltung in uns selbst zu schaffen, erkennen wir mit etwas Übung an, dass die Energie, die Gewalt erzeugt, nicht “da draußen” ist. Sie ist vielmehr in uns selbst.

Wir bringen sie ins Bewusstsein und entdecken, dass in dem Gefühl, das wir so sehr zu vermeiden suchten, viel Shakti und transformative Kraft zur Verfügung steht. Und mit Gegenwärtigkeit können wir diese Energie zu einer Kraft der Heilung und Erleichterung verfeinern.

~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Es wird einen Punkt geben auf unserer Reise des Erwachens, an dem wir unsere Techniken und Bemühungen loslassen und uns hingeben. Hingabe ist nicht gleichbedeutend mit Aufgeben; in der spirituellen Praxis bedeutet dies, dass sich unser Bewusstsein wegbewegt vom kleinen Selbst, das alles” tut”, so dass eine größere Intelligenz das Steuer übernehmen kann.
 
~ Chameli Ardagh

Yogini Weisheit

Auf dieser spirituellen Reise kann es uns leicht passieren, in der Polarität von Dunkelheit und Licht stecken zu bleiben. Wir denken, dass es ein Entweder-Oder ist; dass wir uns entscheiden müssen.
Einige von uns werden süchtig nach der sogenannten Dunkelheit. Wir werden süchtig nach unseren Wunden und unserer Kleinheit, und es ist fast so, als ob wir denken, dass es authentischer ist, unsere Schwächen zu teilen. Wir sind besessen von unserer persönlichen Heilungsreise und unsere Energie fließt in das Hamsterrad der endlosen Aufarbeitung.
Auf der anderen Seite können wir auch süchtig danach werden, nur Licht zu sein. Es gibt viele spirituelle Theorien, die uns sagen, dass wir nicht einmal in die Dunkelheit schauen sollten; wir sollten einfach positiv denken.
Diese Entweder-oder-Sichtweise ist an sich schon eine Ursache des Leidens. Sie gibt uns das Gefühl, fragmentiert und von der paradoxen Natur der Göttin getrennt zu sein. An der Kreuzung, wo sich Dunkelheit und Licht treffen, finden wir das Tor zu ihr.
 
~ Chameli Ardagh