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Wie können Gefühle ein Mittel sein, uns mit dem Heiligen zu verbinden?

14In vielen spirituellen Lehren betrachtet man Gefühle als Ablenkung.

Viele unter uns haben sich in ihrem Frausein unwohl gefühlt dank ihres Engagements innerhalb spiritueller Traditionen, die beteuern, Gefühle würden uns von der Wahrheit und vom Göttlichen ablenken, die empfehlen, sichere Gefühle zu entwickeln und unsichere zu vermeiden.

Für das Weibliche fühlt sich das an, als würde ein Arm amputiert, wenn Frauen gesagt wird, dass ihre Gefühle verschwinden müssen und sie weniger fühlen sollen.

Die meisten Frauen, sofern sie gesund und mit der weiblichen Weisheit verbunden sind, wissen zweifelsohne, dass es widernatürlich ist, sich gegen diesen Fluss zu stemmen.

Wenn auch die Schöpfer dieser geistigen Lehren Männer waren, die vermutlich begrenzte Kenntnisse des Reichs der Gefühle hatten – sie waren die einzigen spirituellen Autoritäten, die uns Frauen als Führer zur Verfügung standen. Folglich fügten wir uns in dem schmerzlichen Auftrag, gegen unsere eigene Natur anzukämpfen, und unser Selbstvertrauen schwand.

Mit der Rückkehr des weiblichen Göttlichen wird uns eine Vorgehensweise vorgestellt, mit unseren Gefühlen zu sein – ohne uns mit Teufelshörnern oder mit Engelsflügeln zu verkleiden.

Wenn wir Frauen alle Konzepte und Gedankenschemata darüber, wie wir sein sollten, tilgen, wissen wir im Grund unseres Herzens:

Ein Gefühl als solches ist unschuldig; es erzeugt keine Anspannung.

Gefühle sind weder positiv noch negativ. Ein angsterfülltes Verhältnis zur Gefühlswelt veranlasst uns bloß dazu, sie zu kategorisieren und uns gewissen Gefühlen zuwidersetzen, während wir andere hegen und pflegen.

Arjuna drückt es häufig so aus: „Es gibt keine negative Energie, nur verwehrte Energie.“

Die Widerstände und der lebenslange Kampf gegen Emotionen bringen die „schlechten Rezeptoren“ hervor, erzeugen Anspannung und langfristig außerdem körperliche Krankheit.

Weibliche Praxis heißt nicht, sich niemals zu ärgern; weibliche Praxis heißt jedoch, sich inmitten des Wutkerns fortwährend zu entspannen. Dieses entspannte empfängliche Vorgehen wandelt die zerstörerische Kraft der Wut in ein Energiegeschenk um.

~ Chameli Ardagh, Auszug aus “Komm dir näher und l(i)ebe deine tiefste Sehnsucht”

Bild: Bibbie Friman

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# Übung: Feel ~ Kiss ~ Flow

Diese Übung wird Dir helfen, Dich von einem verkopften Feststecken in einem Gefühl zu befreien und Dir ermöglichen, das wahre Gefühl dahinter wieder zu spüren. Sie hilft dir, die Fähigkeit zu entwickeln, mit Gefühlen präsent zu bleiben, auch mit ganz starken, damit sie wieder fließen können und du wieder neu im Fluss der Weisheit verweilen kannst.

:: Feel (fühlen) ~ Fühle das Gefühl, jedes Gefühl, als eine Empfindung im Körper.

:: Kiss (küssen) ~ Berühre diese Empfindung mit Deinem Atem, so als ob Du es von der Innenseite mit dem Atem küssen möchtest.

:: Flow (fließen) ~ Jetzt hat das Gefühl Raum zu fließen. Wenn wir Gefühlen erlauben, wieder zu fließen, ändern sie sich sehr schnell.

Jetzt bist Du bereit für den neuen Moment, Feel – Kiss- Flow…